Situation der Strassenkinder in Nepal

Nepal ist eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Erde. Fast ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. 80 Prozent der nepalesischen Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft. Trotz der hohen Beschäftigungszahl in der Landwirtschaft beträgt der Anteil am Bruttoinlandsprodukt nur ca. ein Drittel. Angebaut wird zum Beispiel Reis der mehr als 55 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche besetzt, sowie Kartoffeln, Mais und verschiedene Getreidesorten.

 

Von 1996 bis 2006 befand sich die Kommunistische Partei Nepals (Maoistisch) in einem Bürgerkrieg gegen die Monarchie und das hinduistische Klassensystem. Der langjährige Bürgerkrieg hat die Lebenssituation vieler Einwohner verschlechtert. Besonders betroffen sind Kinder. Bewaffneter Konflikt und Armut zwingen die Kinder in die Städte zu fliehen und Arbeit zu suchen. Die Anzahl der Strassenkinder und die Kinderarbeit ist in den Grossstädten von Nepal gestiegen: Im Jahr 1992 gab es in Nepal rund 5,000 Strassenkinder wovon 1,500 in Katmandu lebten. Inzwischen ist die Zahl auf 30,000 in Nepal und 1,900 in Katmandu gestiegen. Strassenkinder sind Kinder, welche auf der Strasse leben und arbeiten. Viele Kinder wurden von ihren Familien aufgegeben oder sind Waisenkinder. Sie sind unterernährt und traumatisiert.

 
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